9. September 2010, 0:00 Uhr
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Hundeerziehung mit Holger Schüler: Hunde verstehen, Probleme lösen, für den Alltag trainieren

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Der tut nix!
Kürzlich bekam ich folgende Mail:
„Zeit meines Lebens macht mir die Angst vor Hunden jeder Größe und ihren Haltern das Leben schwer. Als Kind wurde ich hysterisch vor Angst und machte damit fast jeden Hund verrückt. Das hat sich zum Glück gelegt, aber noch immer reagieren viele Hunde auf meine Bewegungen und/oder meinen Geruch mit Aggressivität oder Aufdringlichkeit. In den letzten Jahren stehe ich mit meiner Hundeangst nicht mehr so alleine da. Sogar unter Hundehaltern hat es sich herumgesprochen, dass nicht jeder der beste Freund ihres Hundes ist. Das erleichtert einiges. Trotzdem sind aber unter anderem meine Spaziergänge und Besuche sehr eingeschränkt. Vielleicht könnten Sie mal einen Kursus anbieten, in dem Leute wie ich lernen können, sich richtig zu verhalten. Es würde sehr viel Freiheit bedeuten, zu lernen, so aufzutreten, dass die meisten Hunde es vorziehen, mich zu ignorieren oder mir respektvoll aus dem Wege zu gehen, statt mich anzublaffen oder sich auf meinen Fuß oder gar auf meinen Schoß zu setzen.“
Ist das nicht völlig verrückt? Da hat jemand Angst vor Hunden und möchte lernen, die Hunde von ihrem Verhalten abzubringen. Respekt!
Dabei könnte es genau so gut heißen: Könnten Sie mal den Hundehaltern beibringen, ihre Hunde zu erziehen? Angst vor Hunden zu haben ist völlig legitim. Seinen Hund auf Besucher und Spaziergänger drauflos stürmen zu lassen, nicht. Es ist die Sache des Hundehalters, den Hund von solchen Aktionen abzubringen, und nicht der Job des Besuchers oder einer Zufallsbegegnung. Der tut nix? In den Augen des „Opfers“ ist angesprungen oder verbellt zu werden, nicht „nix“.
Nun sind aber die meisten Hundehalter eigentlich ganz normale, freundliche und rücksichtsvolle Menschen. Nur wenn es um ihren Hund geht, haben manche einen blinden Fleck. Menschen, die niemals einen anderen Menschen anschreien, körperlich bedrängen oder in dessen Vorgarten pinkeln würden, erlauben genau das ihrem Hund. Das liegt nicht daran, dass sie rücksichtslos sind. Sondern daran, dass sie kapituliert haben. Sie haben sich selbst schon so sehr daran gewöhnt, angesprungen, umhergezogen, angebellt oder „spielerisch“ gezwickt zu werden, dass sie es überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Und sie wissen nicht, wie sie ihrem Hund das Verhalten abgewöhnen können. Also wird die Situation hingenommen und verharmlost. Manchmal, bis der Hund so unkontrollierbar geworden ist, dass er nicht mehr irgendwohin mitgenommen werden kann, Besucher ausbleiben, Kleidungsstücke kaputtgehen, oder sich gar aggressive Tendenzen zeigen. Unter einer solchen Situation leiden dann der Hund, seine Besitzer und die Umwelt gleichermaßen. Und das alles nur, weil ein bisschen Konsequenz am Anfang gefehlt hat.

Mein Appell: beißen Sie in den sauren Apfel und stellen Sie sich und Ihren Hund mal auf den Prüfstand. Wie gut haben Sie gewisse „Kleinigkeiten“ im Griff?

Und denken Sie nicht nur an die Menschen, die nicht gerne begrüßt und angesprungen werden möchten – sondern auch an Ihren Hund. Meine Hunde zum Beispiel müssen sich nicht von jedem Fremden anfassen lassen – zumindest Falk mag das überhaupt nicht. Meine Hunde haben ein Recht darauf, dass ich sie vor „Übergriffen“ beschütze.


Der Praxiskurs zum Download

Für eine Erziehung ohne Gewalt und Unterwerfung müssen Sie vor allem eine Voraussetzung schaffen: Ihr Hund muss sich für Sie interessieren, Ihnen gefallen wollen und Spaß an der gemeinsamen Arbeit haben – kurz: er muss motiviert sein.
Ein solcher Hund läuft einem nicht einfach zu - man muss etwas dafür tun. Die gute Nachricht dabei: es macht auch noch Spaß!
Den ersten Teil können Sie sofort unverbindlich und kostenlos downloaden. Machen Sie mit beim Praxiskurs - Werden Sie interessant für Ihren Hund!

Menschen an der Leine - live!

Holger Schüler live on tour.
Falk und Siska sind natürlich auch dabei. Hier gibts Auschnitte aus der Show.


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